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Auswertung Fragebögen

 Fragebogen Karlstraße
 Fragebogen Löwenplatz
 Fragebogen Marktgasse

 

Auswertung Bürger im Dialog

 Bürger im Dialog

Aktuelle Projekte

Umgestaltung Fußgängerzone
Neubau Studierendenwohnheim an der Briachstraße
Neubebauung Bauhofgelände in der St.-Konrad-Straße


Umgestaltung Fußgängerzone

    

    
Bestand

Im Sommer 2007 wurden zwei freie Planungsbüros mit der Vorentwurfsplanung beauftragt. Hiermit sollte durch einen Vergleich unterschiedlicher Lösungsansätze eine möglichst optimale, insbesondere aus städtebaulichen, stadtgestalterischen und funktionalen Gesichtspunkten geeignete Konzeption gefunden werden.

 

Beteiligung der Öffentlichkeit
Um die Belange und Interessen der unmittelbar Betroffenen frühzeitig berücksichtigen zu können, wurde im Frühjahr 2007 mittels eines Fragebogens Bedürfnisse und Wünsche der Geschäftsbetreiber und Anwohner abgefragt. (Die Auswertung ist in der nebenstehenden Serviceleiste einsehbar.) Das Ergebnis der Befragung wurde in der Aufgabenstellung berücksichtigt.

Unter dem Motto "Bürger im Dialog" wurden am 14.01.2010 im Kultur- und Kongresszentrum die zwei Alternativentwürfe durch die Planer öffentlich vorgestellt. Im Anschluss daran gab es Arbeitsgruppen, in denen Anregungen der Bürger zu den Entwürfen aufgenommen wurden. Die Anregungen konnten in der Woche danach auch schriftlich eingereicht werden. (Die Auswertung ist in der nebenstehenden Serviceleiste einsehbar.)

Ergänzend dazu wurden mit den Einzelhändlern und Eigentümern Einzelgespräche durchgeführt, um die Planung auf die besonderen Bedürfnisse abzustimmen.

Im Anschluss an die Bürgerversammlung wurden die Planungsbüros mit der Überarbeitung ihrer Vorentwürfe unter Berücksichtigung der vorgebrachten Anregungen beauftragt. In öffentlicher Sitzung am 01.02.2010 – ebenfalls im Kultur- und Kongresszentrum – hat sich der Gemeinderat nach intensiver Diskussion für den Entwurf der Landschaftsarchitekten Lohrer-Hochrein entschieden. Ihr Büro hatte bereites die Neugestaltung des Stadtgartens und des Schlösslegartens geplant und umgesetzt.

Nach einer erneuten Überarbeitung, bei der die Anregungen aus der Diskussion im Gemeinderat berücksichtigt wurden, ist in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 22.02.2010 der weiterentwickelte Entwurf als Grundlage für die Ausführungsplanung beschlossen worden. Anhand von Steinmustern wurde gleichzeitig über das zu verwendende Steinmaterial als Grundlage für die weitere Planung entschieden.


Kernpunkte des Entwurfs
Die Kernpunkte der öffentlich vorgestellten und von der Öffentlichkeit mitgestalteten Planung blieben auch in dem weiterentwickelten Entwurf unverändert:

 

Karlstraße:

  • Fortführung des roten Porphyrs aus der Kirchstraße rund ums Rathaus
  • Großsteinpflaster in der am stärksten begangenen Mittelfläche aus hellem Granit
  • Kleinsteinpflaster an den Rändern aus hellem Granit

Löwenplatz:

  • Großsteinpflaster in der bevorzugten Laufachse und im Bestuhlungsbereich vor dem Cafe Schmidt
  • Kleinsteinpflaster auf dem Platz und an den Rändern aus hellem Granit
  • Baumgruppe mit Sitz- und Spielgelegenheiten
  • vergrößerte Terrasse vor dem Kornhaus.

Marktgasse:

  • gläserne Aufzug und Bäume vor der Kaufhausfassade
  • Wasserspieltisch
  • Kleinsteinpflaster aus hellem Granit im vorderen Bereich
  • Asphalt im rückwärtigen Bereich der Marktgasse einschließlich Durchgang zur Wilhelmstraße

Entwurfserläuterung
Landschaftsarchitektin Ursula Hochrein, 01.02.2010

 

   

Gesamtkonzept                                                                  Lageplan Gesamtsituation 

 

Gesamtkonzept
Die wichtige innerstädtische Verbindung vom Münsterplatz über die Kirchstraße, den Rathausplatz, die Karlstraße und den Löwenplatz zum Stadtgarten wird durch eine gemeinsame Grundgestaltung gestärkt. Die spannende Platzfolge differenziert sich jedoch im Detail.
So erlebt der Besucher entlang der gesamten Achse einheitliche Grundausstattungselemente wie Beleuchtung, Bänke, Papierkörbe und Pflanzvasen. Die besonderen Plätze zeigen jedoch einen Charakter über ihre städtebauliche Ausformung und über das verwendete Pflastermaterial.

 

Flexible Nutzung
Für den Alltag wird im gesamten Geschäftsbereich ein gut begehbarer Plattenbelag für die Einkaufenden und Flanierenden angeboten. Bis zu den gliedernden Entwässerungsrinnen können Cafes Sitzgelegenheiten oder Läden ihre Waren ausstellen.
An Markttagen bieten Karlstraße, Löwenplatz und Marktgasse großzügig Raum für Wochen-, Weihnachts- und Sondermärkte in allen Größen. Auf eine dauerhafte Marktüberdachung wird jedoch aufgrund ihrer möglicherweise zeitlich seltenen Nutzung verzichtet.
Umzüge wie der Blutritt können in bewährter Tradition stattfinden.


 

       
Lageplan Rathausplatz und Karlstraße                                 Perspektive Karlstraße


Rathausplatz
Der Umgriff des Rathausplatzes wird neu gefasst. Das Rathaus steht frei im Rathausplatz.
In Anlehnung an die bereits begonnene Gestaltung mit Porphyrpflaster wird diese am gesamten Platz fortgesetzt. Die Stufen vor dem ehemaligen Seiteneingang des Sporthauses "Grimm" (heute Sonnenstudio) werden zurückgenommen, die Pflanztröge entfernt. Unter der Kugelrobinie bieten sich Sitzmöglichkeiten.

Karlstraße
Das Profil der Karlstraße bleibt in seinen Grundzügen erhalten. Aufgewertet wird sie v.a. über die Materialwahl und die einheitliche Ausstattung. Die gute Begehbarkeit wird auch hier über feingestocktes Material erzielt. Die am stärksten begangene Mittelfläche wird mit Pflasterplatten betont. Die sanft ausgebildeten Rinnen bilden den Übergang zum Kleinsteinpflaster, welches die verwinkelten Anschlüsse zu den Baukanten und Eingängen ausbildet.
Neben der einheitlichen Grundausstattung der Leuchten und Papierkörbe wird ein gemeinsames Pflanzkonzept entwickelt. Hohe Metallvasen schaffen mobiles Grün. Die Bepflanzung wird mit zwei bis drei Varianten als Gr0ßgrün durch die Stadtgärtnerei angeboten. Anlieger, die Blumenschmuck oder Abgrenzungen wünschen, können hiervon auswählen, so dass ein einheitlicher und doch flexibler Straßenschmuck entsteht. Ebenso wird ein einheitliches Sonnenschirmsystem in zwei bis drei Farben ausgewählt, welches von allen Cafebetreibern oder Ausstellern verwendet wird.

 

 

 

     
Lageplan Löwenplatz                                                          Perspektive Löwenplatz


Löwenplatz
Analog zum Münster- und Rathausplatz erhält der Löwenplatz seine eigene Identität innerhalb der Gesamtkonzeption.
Durch das Entfernen der Abpflanzungen und Kieselstreifen wird das Kornhaus in den Löwenplatz gestellt. Granitpflaster definieren den gesamten Platzbereich. Das Cafe erstreckt sich über flache Stufen offen in den Platz hinein. Eventuell könnten diese Stufen bei Veranstaltungen auch als Tribünen oder Bühne mitgenutzt werden.
Vor den Geschäftszonen liegen Plattenbänder zur Betonung.
Im südwestlichen Platzteil bilden Acer "Annae" ein lichtes Gründach über Sitzmöglichkeiten. Die aufgrund des geringen Tiefgaragenaufbaus notwendigen Hochbeete laden mit Holzrosten zum Sitzen ein.
Der Raum um den Brunnen bleibt für Veranstaltungen und Märkte offen.
Der südwestliche Zugang wird bezüglich der Bepflanzung großzügiger geöffnet und miteinbezogen.
Die südöstliche Ecke wird räumlich durch zwei Großbäume gestärkt, deren Kronenansatz so hoch ist, dass die dahinterliegenden Adressen gut einsehbar bleiben.

 

    
Perspektive Marktgasse                                                        Lageplan Beleuchtung

Marktgasse
Die Marktgasse wird von der stadträumlichen Verbindung Münsterplatz-Rathausplatz-Löwenplatz deutlich abgesetzt. Im Gegensatz zu den offener geprägten Platzfolgen definieren hier Baumgruppen einen stärker durchgrünten Gassenraum. Sowohl ungegliederte Fassaden, als auch niedrigere Raumkanten von Nebengebäuden und Mauern werden durch die Baumstandorte optimiert.
Die Anlieferung bleibt in allen Bereichen ungestört erhalten.
Fahrradständer bieten ausreichend Abstellmöglichkeiten. Anwohnerparkplätze sind vorgesehen.
An Markttagen erstrecken sich die Stände je nach Bedarf weit in die Marktgasse hinein.
Unter Bäumen am Eingang der Gasse bietet ein Wassertisch Spielmöglichkeiten.
Auf den Aufzuganbau am Kaufhaus wird mit entsprechender Baumstellung reagiert. Auch weitere Fassadengestaltungen und Öffnungen der Läden zur Marktgasse hin sollten gefördert werden.

 

Beleuchtung
"Sicher und gemütlich" – kein unvereinbarer Widerspruch.
Die wesentlichen Fußwegebeziehungen werden nachts ausreichend ausgeleuchtet, ohne hierbei jedoch alle Platzflächen in ein gleichmäßiges Licht zu tauchen.
Um den Zusammenhang der stadträumlichen Verbindung zwischen Münsterplatz, Rathausplatz und Löwenplatz zu entsprechen, wird die bereits am Münsterplatz verwendete Mastleuchte, Typ "Residenza", hier einheitlich fortgesetzt.
Besondere Attraktion werden jedoch auch nachts betont: So haben Münster, Rathaus, Amtshaus und Kornhaus eine Fassadenbeleuchtung. Der Brunnen am Löwenplatz wird nachts illuminiert, sowie an einzelnen wichtigen Baumstandorten mit Unterflurscheinwerfern die Kronen betont.

Ausführung
Vorbereitend zur Neugestaltung wurde von März bis zum Blutfreitag 2010 durch die TWS vorbereitende Arbeiten am Wasser-, Gas- und Stromnetz durchgeführt. Der eigentliche Umbau mit Pflasterverlegung begann im Juni 2010 von Norden nach Süden: Begonnen wurde im ersten Bauabschnitt mit dem Rathausplatz in Porphyrpflaster. Es folgte der Bauabschnitt 2 mit der Verlegung des Kleinsteinpflasters in der Karlstraße und dem Löwenplatz. Das Großsteinpflaster in der am stärksten begangenen Mittelfläche wurde im Bauabschnitt 3 ergänzt. (Aufgrund von Lieferverzögerungen des Kleinsteinpflasters wurde Bauabschnitt 3 in Bereichen vorgezogen). Die Bauabfolge wurde so abgestimmt, dass die Zugänglichkeit zu den Geschäften zu jeder Zeit gewährleistet war.
Die Umsetzung der Neugestaltung Rathausplatz-Karlstraße-Löwenplatz konnte innerhalb 6 Monate bis Ende November fertiggestellt werden – rechtzeitig vor dem Nikolausmarkt, an dem eine Teileinweihung stattfinden wird.
Der letzte Bauabschnitt mit der Neugestaltung der Marktgasse ist im Frühjahr 2011 vorgesehen.
Die Gesamtmaßnahme wird bis Blutfreitag 2011 fertiggestellt.

 

     

 


 Neubau Studierendenwohnheim an der Briachstraße

Studentischer Wohnraum ist in Weingarten knapp. Nach den Vorstellungen des Studentenwerkes "Weiße Rose" könnte an der Briachstraße in der Oberstadt schon bald ein weiteres Studierendenwohnheim entstehen. Das Land bietet hierzu das Eckgrundstück Briach-/Lazarettstraße in Erbpacht an.

   
Lageplan (genordet)

Architekturwettbeweb

Zur optimalen Bebauung des Grundstücks wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Am 2. November hat das Preisgericht seine Wahl getroffen: Das neue Studierendenwohnheim soll vom Planungsbüro müller + marcus aus Uhldingen-Mühlhofen gebaut werden. Ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Auswahl war die Rücksichtnahme auf die vorhandene Wohnbebauung in der Malerstraße. Es war gefordert, das Gebäude so zu konzipieren, dass Lärmemissionen möglichst gering bleiben. Nach Meinung des Preisgerichts unter Vorsitz von Prof. Matthias Loebermann erfüllt die ausgewählte Arbeit diese Forderungen in idealer Weise. Sie soll als Grundlage zur Ausarbeitung des Bebauungsplanes dienen.

Gebäudeentwurf

Das Planungsbüro sieht drei fünfgeschossige Gebäudescheiben vor, die durch einen Querriegel verbunden sind. Die Stellung senkrecht zur Briachstraße ermöglicht Sichtbeziehungen von der Malerstraße in den Park. Durch die Anordnung der Pkw-Stellplätze im Sockelgeschoss und unter einer Überdachung werden die Anwohner vom Fahrzeuglärm geschützt. Die Ausrichtung nach Süden optimiert die Solarenergienutzung und reduziert den Energiebedarf. Bei einer Ausbildung als Passiv-Haus wird eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung notwendig. Damit verbunden werden Ruhestörungen durch z.B. Musik bei offenen Fenstern minimiert. Insgesamt wird Wohnraum für 180 Studierende geschaffen.

 

Ansicht von Nord-West (die aus der Fassade herausgezogene farbige Boxen stellen Wohnküchen dar)

 

Bebauungsplanverfahren

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen, hatte der Gemeinderat am 06.04.2009 den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Hochschule - Malerstraße“ gefasst. Im Zuge der Abwägung unterschiedlicher Interessen und Belange der Anwohner und des Grundstückseigentümers hat der Gemeinderat einen Bebauungsplan beschlossen, der die Ausnutzung des Grundstücks im Vergleich zum ursprünglich vorgesehenen Gebäudeentwurf reduziert:

- Statt fünf Wohngeschossen ist die Gebäudehöhe auf ein Maß begrenzt worden, das nur vier Geschosse aufnehmen kann.

- Die Wohnheimplatzzahl darf zusammen mit dem Briach-Wohnheim (momemtan 180 Wohnheimplätze) nicht mehr als 300 betragen.

- Zugunsten eines Grüngürtels zur Wohnbebauung der Malerstraße hin, der zur Vernetzung von Grünräumen dient, sind Pkw-Stellplätze, die in den Hang hineingeschoben werden sollten, in einer Tiefgarage unterzubringen.

Mit diesen Maßgaben wurde am 20.09.2010 der Bebauungplan als Satzung beschlossen. Mit der Umsetzung soll im Frühjahr 2011 begonnen werden.  

 


Neubebauung Bauhofgelände in der St.-Konrad-Straße


Bestand

Aufgrund der besonderen Lage des Grundstücks in einem gewachsenen Quartier mit hoher Wohnqualität wurde im Frühjahr 2004 ein Architekturwettbewerb ausgelobt.
Im Auslobungstext war zu lesen: „Durch den Wettbewerb soll ein innovatives Konzept für das Zusammenleben von “Jung und Alt” in einem gemeinsamen Quartier gefunden werden. Ziel ist, ein Zuhause sowohl für ältere Menschen wie auch junge Familien zu schaffen. Der Wettbewerb soll einen realisierbaren Entwurf für einen dezentralen Pflege- und Wohnverbund, bestehend aus einem Pflegeheim und einer Seniorenwohnanlage, liefern. Ebenso sollen Wohnformen für junge Familien vorgeschlagen werden, die das Quartier sinnvoll ergänzen.“

 

Das Büro Ackermann & Raff aus Tübingen konnte den Wettbewerb für sich entscheiden. Der Entwurf überzeugte das aus Vertretern von Stadt, Gemeinderat und Investoren besetzte Preisgericht sowohl durch seine große stadträumliche Qualität als auch durch die gute funktionale Umsetzung.

 


Modell des erstplatzierten Preisträgers

Entwurfskonzept
Konzept des Entwurfs ist es, die Generationen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben zu lassen. Als Kontakt-, Erschließungs- und Spielzone dient ein „Anger“ mit gestalteter Aufenthaltsqualität. „Dadurch sollen sich die älteren Menschen nicht abgeschoben vorkommen, sondern würdevoll leben können“, erklärt der Architekt Prof. Raff. Das Konzept beschränkt sich aber nicht nur auf das „Miteinander“ im Quartier, sondern die Bebauung soll räumlich durch einen Platz und funktional durch ein Cafe oder Mehrzweckraum in Verbindung mit der Stadt treten.


Städtebau und Architektur
Die gewählten Bauformen fügen sich gut in die Umgebungsbebauung ein. Der Kopfbau an der St.-Konrad-Straße wirkt als städtebauliches Signal und markiert mit einem Vorplatz den Eingangsbereich des Seniorenzentrums. Die Baumasse des Pflege- und Wohnverbunds wird in die Mitte des Quartiers konzentriert. Die niedrigeren Gebäudehöhen der gereihten Wohnhäuser und des Pflegebereichs bilden einen gelungenen Übergang zur angrenzenden Bebauung. Die Gebäude werden nicht als harter Riegel ausgebildet, sondern als Bebauung in aufgelöster, kleinteiliger Struktur.

Die Frei- und Platzflächen überzeugen sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich. Die Qualität setzt sich in der Erschließung fort und ermöglicht eine gute Auffindbarkeit der Gebäude.

 

Seniorenzentrum

Der Pflegebereich zeichnet sich durch gute Atmosphäre und Helligkeit aus. Die betreuten Wohnungen sind funktional geschickt aufgeteilt. Durch die übersichtliche Anordnung der verschiedenen Funktionsbereiche ist die Auffindbarkeit gewährleistet und die Betreuungsmöglichkeit optimiert.

Ein interessanter Ansatz ist die mögliche Öffnung des Außenbereichs des Pflegeheims zur Wohnstraße; so können sich Jung und Alt treffen.

 

Wohnhäuser

Für die Häuser der jungen Familien bietet der Entwurf vielfältige Lösungsansätze, die eine hohe Wohnqualität ergeben.

Die Gartenhofhäuser besitzen einen nicht einsehbaren Gartenbereich, der von den Bewohnern erfahrungsgemäß gerne angenommen und einem großen Garten vorgezogen wird. Auf dem eingeschossigen Verbindungsbau befinden sich Austritte und eine Dachterrasse. Die durchlässige Struktur dieser Kettenhäuser ermöglicht die Besonnung der Quartiersmitte, des Angers.

Die Modulhäuser können entsprechend des Lebenszyklusses durch Anbauten mitwachsen. Wenn die Kinder dann ausgezogen sind, kann man das Reihenhaus in zwei Wohnungen aufteilen. Auf diese Weise kann das Haus wieder „schrumpfen“, ohne dass man große bauliche Veränderungen durchführen muss.

Alle Wohnhäuser besitzen einen Süd- oder Westgarten.


Ansicht von Osten


Ansicht von Süden

Auszeichnung im Rahmen des Flächenrecyclingpreises
Im Rahmen des Flächenrecyclingpreises Baden-Württemberg 2010 hat Weingarten für das Projekt "Wohnen von Jung und Alt im Quartier" eine Auszeichnung bekommen."Das Projekt zeigt, wie in einer vorbelasteten und zunächst wenig begünstigten Lage und Umgebung ein ansprechendes Quartier für generationenübergreifendes Wohnen geschaffen werden kann: innenstadtnah und dennoch ruhig, mit kurzen Wegen (auch zu Naherholungsflächen), mit Begegnungsräumen sowie ÖPNV-Anschluss. Das auf Grundlage eines Wettbewerbes entwickelte Konzept ist – auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels – in seiner maßvollen Verdichtung zunehmend auch für Klein- und Mittelstädte des ländlichen Raums als beispielhaft und vorausschauend zu werten", so heißt es im Juryprotokoll. Das Projekt wurde zusammen mit fünf weiteren als vorbildhaftes Beispiel für eine moderne und flächensparende kommunale Siedlungsentwicklung für den Preis nominiert. Insgesamt waren 15 Arbeiten eingereicht worden.


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