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Kontakt:

Vorverkauf und Bodenseefestival-Pauschale:
Amt für Kultur und Tourismus
Münsterplatz 1
88250 Weingarten
Tel. 0751/405-232



Weiterführender Link:

23. Internationales Bodenseefestival

 



 

 


23. Internationales Bodenseefestival - Veranstaltungen in Weingarten 

 Wir würden uns sehr freuen, Sie beim Internationalen Bodenseefestival in Weingarten begrüßen zu dürfen.


Do  26.05.2011, 19.30 Uhr         
Kultur- und Kongresszentrum, Weingarten

Meisterkonzert

mit Sharon Kam und dem
Württembergischen Kammerorchester Heilbronn

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Klarinettenkonzert A-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart:   Sinfonie Nr. 41 C-Dur (Jupiter-Sinfonie)
Carl Maria von Weber (1786-1826):  1. Sinfonie C-Dur
Aaron Copland (1900-1990):   Concerto for Clarinet, Strings, Harp and Piano


Sharon Kam  Klarinette, Artist in Residence des 23. Internationalen Bodenseefestivals
Ruben Gazarian   Dirigent

Mozart, Weber und Copland sind keine zufällige Zusammensetzung dieses Meisterkonzerts. Sie haben alle eines gemeinsam: den ganz besonderen Bezug und die Liebe zur Klarinette.

Mozarts Meisterwerk unter den Bläserkonzerten – und nicht nur unter diesen! – ist zweifellos das Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur (KV 622), das er im Herbst 1791 für den befreundeten Klarinettisten Anton Stadler schrieb. Es ist sein letztes Solo-Konzert überhaupt und insofern ein würdiger Abschluss der Gattung. Mozart liebte die Klarinette  besonders. In diesem dreisätzigen Werk befinden sich alle Ansprüche an ein Solo-Konzert in perfekter Balance: Der Solist darf immer wieder brillieren und sein Instrument vorführen, ohne dass dies zum Selbstzweck verkommt.

Die Jupiter-Sinfonie (KV 551), dieser Höhepunkt Mozartscher Sinfonik, bedeutet in der Geschichte der Sinfonie einen Abschluss und zugleich einen Anfang: Sie fasst sowohl die persönlichen Erfahrungen des Komponisten als auch zentrale Elemente der Sinfonie bis 1788 in höchster Vollendung zusammen. Zugleich ist sie aber auch die erste monumentale Sinfonie der Traditionslinie, die die Sinfonik des 19. Jahrhunderts bestimmen wird. Ihrem Namen Jupiter Sinfonie, den sie wahrscheinlich dem Londoner Konzertunternehmer Salomon verdankt, macht sie mit ihrem strahlenden Glanz in C-Dur alle Ehre.

Weber orientierte sich bei der Komposition seiner 1. Sinfonie, die im Dezember 1806 bis Januar 1807 in Carlsruhe (Schlesien) entstand, an den Sinfonien Haydns. Jedoch ging es ihm dabei nicht um die kontrastierende Duchführungstechnik der Klassiker, sondern wie dem frühen Schubert um melodisch-thematische Ausbreitung. Sie zeichnet sich durch Frische der Erfindung und brillante Instrumentation aus. Konzertante Elemente, wie sie die späteren Instrumentalkonzerte kennzeichnen, finden sich bereits hier.

1947, als Copland einen Kompositionsauftrag des renommierten Jazz-Klarinettisten Benny Goodman erhielt, wandte er sich wieder betont dem Jazz zu. Coplands Klarinettenkonzert besteht aus nur zwei Sätzen. Einem ersten langsamen, ausdrucksvollen und noch jazzfreien Satz und einem zweiten, einer Fusion von Elementen nord- und südamerikanischer populärer Musik. Goodman schien aber durch die in der Partitur enthaltenen Schwierigkeiten etwas verstört. Er gab dem Komponisten zu bedenken, dass er doch "bloß Jazzmusiker" sei.
Copland wusste sich auf dem Höhepunkt seines Schaffens und schrieb 1947 in einem Brief, in dem er sich auf den ersten Satz des Konzertes bezog:
"Ich glaube, dass alle weinen werden."

Sharon Kam (Bild) wurde in Israel geboren und erhielt dort Unterricht bei Eli Eban und Chaim Taub. Im Alter von 16 Jahren machte Sharon Kam ihr Orchesterdebüt mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta. Sie wurde von Isaac Stern gefördert und absolvierte die Juilliard School, wo sie bei Charles Neidich studierte.1992 gewann sie den Internationalen ARD Wettbewerb in München und arbeitet seitdem mit den bedeutendsten Orchestern in USA, Europa und Japan.
2006 wurde ihr erneut der Echo Klassik Preis als „Instrumentalistin des Jahres 2006“ verliehen, eine Auszeichnung, die sie bereits für ihre Aufnahme der Weber-Konzerte mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Kurt Masur 1998 erhalten hatte.
Durch ihre zahlreichen Aufnahmen hat sie bewiesen, dass sie in der Klassik bis zur Moderne und auch im Jazz zu Hause ist.

"Eine Frau wie die Musik, die sie spielt. Quellfrische Koloraturen, heiteres Glück, unendlicher Atem, nichts ohne Bedeutung."  Die ZEIT "Mozartflüsterin"

42.- / 34.- / 24.- EUR  




Do  9.06.2011, 20 Uhr         
Basilika, Weingarten

Ton Koopman und Amsterdam Baroque Orchestra & Choir
Dietrich Buxtehude (1637-1707):  Membra Jesu Nostri  BuxWV 75
Johann Sebastian Bach (1685-1750):  Kantate "Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit  BWV 106
(Actus tragicus)

Siri Karoline Thornhill  Sopran  
Patrick van Goethem  Altus
Miriam Meyer  Sopran   
Klaus Mertens  Bass
Jörg Dürmüller  Tenor

Ton Koopman  Leitung

Es sind zwei Komponisten, mit denen sich Ton Koopman - die Ausnahmeerscheinung unter den Interpreten alter Musik -  Zeit seines Lebens beschäftigt hat: Bach und Buxtehude.  Während er Bachs sämtliche Vokalwerke und damit auch alle verfügbaren Kantaten schon aufgeführt und auf CD eingespielt hat, ist er gerade dabei, dies für Buxtehude zu bewerkstelligen. Es gibt nur sehr wenige Musiker, die eine solch hohe Reputation in der Fachwelt genießen wie Koopman. Zwei der schönsten Werke Bachs und Buxtehudes von Koopman und dem Amsterdam Baroque Orchestra & Choir in der Basilika von Weingarten zu hören: Gibt es etwas Besseres?

Nur wenige Kantaten haben ihrer Einzigartigkeit wegen Beinamen erhalten. Zu ihnen gehört der "Actus tragicus", eine Sterbe-Kantate, die bereits um 1707 komponiert wurde. Bach war in Mühlhausen und schrieb sie für die verstorbene Tochter eines Mühlhausener Geistlichen. So ist der Titel „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ eng verknüpft mit diesem Anlass. Man kann nie wissen, wann der Tod kommt, man muss bereit sein. Nur Gott weiß es. Nach dem Verständnis der damaligen Christen bedeutete das, dass Gott glücklicherweise weiß, was für uns am besten ist.

Zum Zeitpunkt der Entstehung von "Membra Jesu Nostri" stand Buxtehude 1680 auf der Höhe seines Ruhms. Der siebenteilige Kantaten-Zyklus stellt in textlicher und stilistischer Hinsicht ein einzigartiges Meisterwerk dar. Es handelt sich um mystische Betrachtungen über die Glieder Jesu Christi am Kreuz. Buxtehude kombinierte die Dichtungen des Bernhard von Clairvaux jeweils mit einem rahmenden Bibelspruch. Diese Zusammenstellung entsprach der Form der Concerto-Aria-Kantate, bei dem das zu Beginn und am Schluss stehende biblische Diktum mit sämtlichen Instrumenten und Vokalstimmen in der Art eines geistlichen Konzerts als Tutti und die in der Mitte stehenden Dichtungen als solistische Strophen-Arien vertont sind.


Der niederländische Dirigent und Solist Ton Koopman gehört zu den bedeutendsten Experten und Interpreten Alter Musik. Seine Leistungen als Dirigent, Organist und Cembalist gelten weltweit als wegweisend. Koopman wurde 1944 in Zwolle/Holland geboren und studierte in Amsterdam Orgel, Cembalo und Musikwissenschaften. Schon während des Studiums wandte er sich verstärkt der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts zu. Von Anfang an stand für Koopman dabei die Entscheidung für ein authentisches Instrumentarium und die wissenschaftlich fundierte Aufführungspraxis im Mittelpunkt. Zahlreiche Schallplatten- und CD-Einspielungen, für die er nahezu alle internationalen Preise erhielt,  dokumentieren die vielfältige und beeindruckende Arbeit Ton Koopmans als Solist und Dirigent.
Ton Koopman gastierte 2005 als "Artist in Residence" des 17.  Internationalen Bodenseefestivals auch zwei Mal in Weingarten, mit einem Orgelkonzert und der Aufführung der h-Moll-Messe Bachs. Seine Konzerte bleiben unvergesslich.

Traurige Musik ist beinahe die schönste Musik, die es gibt. Ton Koopman


48.- / 42.- / 36.- / 28.- EUR



Vorverkauf:

Amt für Kultur und Tourismus
Münsterplatz 1
88250 Weingarten
Tel. 07 51 / 405-232

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